Montag, 28. September 2015

Kastanienbaum - herbstliche Naildesigns

HERBST...

die schönste Jahreszeit, ob die Sonne scheint oder ob es regnet...
ich finde den Herbst toll.

Zu sehen wie die Blätter der Bäume langsam ihre Farbe ändern und bei jedem Windstoß von den Bäumen wehen, ist einfach nur herrlich...

Heute zeige ich drei verschiedene Naildesigns zum Herbst...


Kastanienbaum











Herbstlaub in abstrakter Form (abstrakter geht es schon gar nicht mehr)









Die Nägel habe ich mit 'smokin hot' von Essie lackiert und trocknen lassen. Den Zeigefinger mit Nailvinyls von 'svenjasnailart.de' so abgeklebt, dass die Struktur eines Blattes zu erkennen ist. Mit einem Dottingtool von Essence und verschiedenen Essie-Farben Pünktchen drauf gemacht.
Für die Pünktchen habe ich 'chinchilly', 'cocktails and coconuts', 'parka perfect', 'in stitches' und 'angora cardi' verwendet. Die Klebestreifen vor dem Trocknen der Nagellackpünktchen abgezogen und noch einwenig nachgebessert.
Für die Kastanien habe ich ebenfalls das Dottingtool verwendet. Auf dem Ringfinger habe ich für die Kastanien die Farben 'ancora cardi' und 'urban jungle' und auf den anderen Fingern 'in stitches' und 'urban jungle' verwendet.
Das Dottingtool von Essence hat an jedem Ende des Stiftes eine Kugel, die eine ist etwas größer als die andere. Mit der großen Kugel und den Rottönen ungleichmäßige Pünktchen auf die Nägel gemächt. Es macht absolut nichts, wenn die Pünktchen nicht super ordentlich aussehen, Kastanien sind auch nie gleichmäßig rund und sehen nicht aus wie die andere.
Mit der kleineren Kugel des Dottingtool und dem Nagellack 'urban jungle' Pünktchen auf die dunkelroten Pünktchen gemacht. Auch hier habe ich nicht versucht den zweiten Punkt in die Mitte des ersten Punktes zu setzen, sondern am Rand und bei jedem ein bisschen anders.
Alles trocknen lassen und fertig!




 

Die Nägel habe ich in drei verschiedenen Farben lackiert, 'cocktails and coconuts', 'smokin hot' und 'parka perfect'.
Die Kastanien habe ich gemacht, wie beim ersten Design beschrieben.
Bei dem Muster auf dem Mittelfinger bedarf es keiner weiteren Hilfsmittel. Die Farbe einfach so gut es geht am Nagellack-Flaschenhals vom Pinsel abstreifen und auf den Nagel tupfen.
Dieses Design ist schnell und einfach gemacht.





Dieses Design ist im Vergleich zu den beiden anderen aufwendiger. Das Muster entstand mit Hilfe der Nagellack-Folien-Technik. In meinem Post " Schnippschnapp" könnt ihr nachlesen, wie es genau funktioniert. Nagellack auf eine Folie malen, trocknen lassen, abziehen und zu Quadraten zurechtschneiden.
Die Nägel habe ich mit 'cocktails and coconuts' lackiert. Damit die Nagellackstückchen gut halten, ist es am besten, den Nagellack nicht komplett trocknen zu lassen. Mit einem angefeuchteten Dottingtool kann man die Nagellackstückchen aufnehmen und auf den Nägeln platzieren. Ich lege mir immer ein naßes Wattepad daneben. Nachdem die Stückchen angebracht waren, bin ich mit Matten Überlack drüber gegangen um alles zu versiegeln. Der Überlack verhindert, dass die Nagellackstückchen abplatzen.



Sonntag, 27. September 2015

Drunter und Drüber


Was trage ich heute wieder drunter? Diese Frage stelle ich mir nicht nur bei Anziehsachen, sondern auch seit ein paar Monaten bei meinen Nägeln.
Früher habe ich mich immer gefragt, wozu man das braucht, hatte bis vor einem Jahr keine Erfahrung mit Nagellack, aber seit dem mir der vornehme Essie-Frosch einen Handkuss gab und beim Ablackieren die Nägel immer noch grün waren, wusste ich warum. Es hat eine Weile gebraucht bis alles rausgewachsen war und man von meinem Tätatä mit dem Frosch nichts mehr gesehen hatte.
Ich habe daraus gelernt, oder auch nicht, und benutze meistens Unterlack. Bei hellen Lacken verzichte ich aber auch mal darauf, wenn es schnell gehen soll. Blau, rot, grün sind hingegen sehr gefährliche Farben.





Momentan verwende ich den '6 in 1' von ANNY, eine zeitlang davor den Antisplitlack von P2, ob dass aber ein richtiger Unterlack oder nur ein Pflegeprodukt ist, weiß ich gar nicht. Er kostet um die zwei Euro. Ich meine, eine Verbesserung der Nägelbeschaffenheit gespührt zu haben, ob das tatsächlich an dem Lack lag, kann ich aber nicht sagen. Mit absplittern oder brechen der Nägel habe ich zum Glück nicht so große Probleme, trage meine Nägel aber auch nicht besonders lang, ist für die Arbeit einfach günstiger, wenn ich wie wild auf meiner Computertastatur rumhaue.

Der '6 in 1' von ANNY kostet hingegen um die 10 Euro, für einen Alleskönner trotzdem eine Menge Geld. Als Überlack finde ich ihn allerdings nicht so besonders, bei mir entstehen nach Verwendung immer Bläschen, zumal ich sowieso kein Freund von glänzenden Überlacken bin. Den Basecoat von ANNY habe ich bisher noch nicht verwendet, vielleicht, wenn der '6 in 1' alle ist. Es liegt wohl an der gelblich/orangen Farbe des Lacks. Der Sinn und Zweck des Unterlacks ist unter anderem, dass sich die Nägel nicht gelblich verfärben, aber wenn der Unterlack schon diese Farbe hat, entwickelt sich in mir so eine Abneigung gegen diesen Lack. Hirngespinste...



Den 'All in One' von Essence fand ich auch nicht schlecht, als Unter- und Überlack. Was mir an diesem Lack nicht gefällt, dass er sehr schnell zäh und dickflüssig wird. Ob ich ihn falsch aufbewahre oder lager, keine Ahnung, auf jedenfall nervt es, wenn Lacke nach nur ein paar mal benutzen diese Eigenschaft entwickeln. Der Quick Dry-Überlack gefällt mir besonders bei dem Reverse-Verfahren, ob man nun Stamping macht oder auf einer Folie malt und sich mit diesem Überlack einen Sticker erstellt. Er ist schön dünnflüssig und lässt sich in nur einer dünnen Schicht auftragen und nach dem Trocknen gut vom Stempel oder Folie abziehen. Der Gel look Überlack von Essence ist ähnlich wie der 'All in One', nach einer Weile einfach zu dickflüssig. Diese Lacke liegen bei einem Preis so um die zwei Euro.
Der transparente Nagellack von Essence für 1,55 Euro ist eigentlich nicht als Überlack gedacht, aber den benutze ich in letzter Zeit immer für Reverse-Stamping oder anderen Folien-Quatsch. Er ist günstiger und erfüllt den selben Zweck.



Überlack verwende ich meistens nur bei Naildesigns. Wenn ich mir mal die Nägel nur mit einer Farbe lackiere, dann verwende ich in der Regel keinen glänzenden Überlack, bei mir muss der farbige Nagellack auch keine Ewigkeit halten, ich habe andere Prioritäten (zB. Auftrag, Trocknungszeit...). Hingegen von matten Überlacken bin ich begeistert, nicht nur dass ich dann das Nailart mit meiner Handykamera ohne störende Lichtefekkte auf den Nägeln einfangen kann, auch der matte Effekt gefällt mir sehr gut.
Mein erster matter Überlack war von Kiko, kostet um die fünf Euro oder sechs Euro. Als Alternative hatte ich mir einen für ca. zwei Euro von Essence gekauft. Nach dem Trocknen empfinde ich die Oberfläche bei dem Kiko als glatter, aber der von Essence hat ja auch ein samtiges Finish. Mein persönlicher Favorit ist der matte Topcoat von ANNY (leider bald alle), trocknet schnell, gleicht super Unebenheiten aus, die bei meiner Folien-Nagellack-Schnippellei durchaus entstehen, und nach dem Trocknen ist es ein angenehmeres Gefühl auf den Nägeln als bei dem Essence. Lediglich der Preis schreckt ein bisschen ab. Kostenpunkt um die 10 Euro.



Bei Nailwraps verwende ich den Topcoat von Miss Sophies, trocknet super schnell. Kostet aber auch 10 Euro. 

Auf meiner Liste steht noch der matte Überlack von P2, den muss ich auch unbedingt mal ausprobieren.

Fazit: Unterlack verhindert in den meisten Fällen das Abfärben des Nagellacks auf die Nägel. Überlack finde ich bei einfach lackierten Nägeln unnötig, aber bei Naildesigns durchaus sinnvoll.
Aber so hat jeder seine eigene Meinung zu diesem Thema...






 

Montag, 7. September 2015

Schnippschnapp

Nägel bemalen war gestern, heute wird geschnippelt...

Seitdem ich im letzten Dezember bei 'lackfein.blogspot.de' diese Methode entdeckt habe, wurde diese Hauptbestandteil meiner Naildesigns.
Kaum ein Design ohne diese Technik ;-) ... Die Nagellack-Folien-Technik...

Die Technik selber ist nicht schwer umzusetzen, einige haben aber dennoch Probleme. Es klappt nicht mit jedem Nagellack oder mit jeder Folie...

Ich benutze immer eine Klarsichthülle (mit glatter Oberfläche und sehr stabil)


Alternativ funktioniert es aber auch mit Gefrierbeuteln.

Zum Schneiden verwende ich ein Geodreick und ein Teppichmesser, als Unterlage nehme ich eine Pappe oder ein paar Bögen Papier, da das Messer doch recht scharf ist... mit der Schere klappt es natürlich auch, aber meist sind die Teilchen bei mir sehr klein, das würde ich mit einer Schere nie so präzise hinbekommen


Im ersten Schritt malt ihr Nagellack auf die Folie. Ich lackiere meine Nägel immer in zwei dünnen Schichten, so mache ich das auch auf der Folie. Es lässt sich später einfacher abziehen ohne beschädigt zu werden und die Farbe ist nicht so durchscheinend


 

Dann lasse ich  den Nagellack trocknen. Das dauert ca. 15 bis 30 Minuten. 
Zieht ihr den Nagellackfetzen zu früh ab, ist er sehr dehnbar und kann reißen.
Zum lösen des Nagellackfetzen von der Klarsichthülle nehme ich mein Teppichmesser, gehe an einer Kante mit der Spitze des Messers leicht unter die Nagellackschicht und hebe es an, das mache ich solange, bis ich mit meinen Fingern den Rest abziehen kann... 



Bei meinem Versuch war ich mit dem Abziehen etwas zu früh dran, darum sieht das nicht ganz so schön aus, also lieber etwas länger warten als es zu früh abzuziehen. Ich schneide mir das unschöne dann einfach ab, der Rest lässt sich ja noch gut verwenden


Der Nagellackfetzen lässt sich in alle erdenkliche Formen schneiden...
Kreise bekommt man super mit einem Locher hin
Das Geodreieck lege ich so an, wie der Streifen breit sein soll, dann winkel ich das Geodreieck etwas an und drücke es leicht nach unten, so verrutscht nichts und der Schnitt ist sauber


 Wenn alles zurecht geschnitten ist, lackiere ich mir wie gewohnt die Nägel, in zwei Schichten. Den Nagellack lasse ich aber nicht komplett austrocknen, solange er feucht ist, halten die Teilchen super ohne weitere Hilfsmittel.
Um die Nagellackstückchen auf den Nagel gut platzieren zu können, nehme ich mir ein Dottingtool und ein feuchtes Wattepad. Bevor ich mit dem Dottingtool das Nagellackstückchen aufnehme, mache ich das Dottingtool am Wattepad etwas nass, das Nagellackstückchen hält gut und bleibt nicht am Dottingtool kleben, wenn man es auf den Nagel setzt.

 Hier ein paar Beispiele, was sich mit dieser Technik alles zaubern lässt





Freitag, 4. September 2015

Früher waren die Ausmalbilder größer...

Im letzten Post hab ich euch meine Stampingset-Sammlung gezeigt... in diesem Post zeige ich euch, wie ich selber kleine Abziehbildchen mit dem Stamping erstellt habe.

Vorab das Endergebnis...


Als erstes habe ich mir die Flossen mit P2 Easy Gel polish 'exquisite grey' angepinselt (ich mach das meist mit zwei dünnen Schichten).

(auf dem Bild sieht die Farbe wegen der Instagrambearbeitung heller aus)

Ihr braucht folgende Sachen
  •  Stempel und Schaber (meine sind von Woolworth, aber mit den von Essence identisch)
  •  Stampingplatte (Bornprettystore 'Aztekisch', ihrfindet die Platte bei nurbesten.de unter dem Produkt-ID 19365)
  • Stampinlack (da es bei mir mit Stampinglack nicht klappen wollte, habe ich einfach den schwarzen Nagellack aus dem Standardsortiment von Essence 'back to black' verwendet
  • Nagellack zum Ausmalen (z.B. Trend It Up 120 (braun), 030 (altrosa) und 070 (grau)...)
  • Dottingtool oder Pinsel zum Ausmalen
  • Überlack (oder auch farblosen Lack 'absolute pure' von Essence)


Im ersten Schritt wird die Stampingfarbe auf die Platte aufgetragen und mit dem Schaber der überflüssige Lack zur Seite gezogen


 ...dann drückt ihr den Stempel auf die Platte, am besten abrollenden Bewegung. Die Farbe überträgt sich im Idealfall von der Platte auf den Stempel. Nach sehr kurzer Wartezeit (ca. 1 Minute) habe ich angefangen das Muster auszumalen, aber nicht komplett, damit man auch noch was von dem bereits auf den Nägeln lackierten Lack sieht... Ich habe mir eine Klarsichthülle unter dem Stempel gelegt und zuerst mit einer Nagellackfarbe einen dicken Tupfen drauf gemacht. Mein Dottingtool habe ich in den Tupfen eingetaucht und dann mit der Farbe alle Flächen ausgemalt, die nachher diese Farbe haben sollten. Der Tupfen trocknet sehr schnell, darum habe ich nicht alle Fraben gleichzeitig verwendet, sondern die Farben nacheinander...



 Nachdem ich das Muster ausgemalt hatte, habe ich es einen Moment trocknen lassen, aber nicht lang, da es während des Ausmalens schon trocknet. Nach ca. 1 bis 2. Minuten
 habe ich mit dem farblosen Nagellack über das ganze Muster gemalt. Ihr könnt aber auch eure Nägel nur mit einer Schicht Nagellack lackieren und mit dieser Farbe statt dem Klarlack über das Bild, ist im Endeffekt das gleiche. Ich finde nur beim späteren reinigen der Überreste auf der Haut um den Nagel herum, ist es einfacher wenn man es mit Klarlack macht, als mit farbigen Nagellack...
Sobald der Klarlack auf dem Stempel trocken ist, kann das Ganze abgezogen werden. Ich habe nicht so lange gewartet, da ich meine Nägel mit der Base schon einen tag zuvor lackiert hatte und es pupstrocken war. Wenn man nicht so lange wartet und es gerade so trocken ist, dass es sich gut lösen lässt (5 bis 10 Minuten) kann man das Abziehbild auf den trockenen Nagellack andrücken und es hält ohne weitere Hilfsmittel. Sollte es nicht halten, dann einfach mit einer weiteren Schicht Nagellack oder Überlack über die trockenen Nägel einen Moment warten und dann das Abziehbild andrücken.









 
 Das Überstehende könnt ihr mit einer Nagelschere zurecht schneiden, mit einem in Nagellack getauchten Wattestäbchen oder mit einem Nagellackkorrekturstift entfernen. Ich schneide das Abziehbild mit meinem Teppichmesser auf dem Nagel zurecht, das empfehle ich aber keinem, der keine ruhige Hand hat oder der angst hat sich zu schneiden!!!


Falls ihr Fragen habt, könnt ihr sie mir gerne hier oder auf Instagram stellen...
Viel Spaß beim Nachmachen und nicht verzweifeln, wenn es beim ersten Mal nicht klappt...